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Rundlingsverein
Verein zur Förderung des
Wendlandhofes Lübeln
und der Rundlinge e.V.

 

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Juli 2020

Neues im Projekt „Wüstungen im Wendland“ – Grabung im Rundling GRANSTEDT
Die CORONA-Pandemie bedeutet auch für das Projekt „Wüstungen im Wendland“ des Rundlingsvereins erst einmal eine Pause, da die Studierenden der Universitäten Leipzig und Halle weder ihre Daten auswerten konnten, noch eine geplante Fortsetzung der Aufnahmen bei der Wüstung Breese (zu Güstritz) in diesem Jahr durchgeführt werden kann.
Trotzdem gibt es Neues zu berichten: mit Jens Schneeweiss und seiner Frau, sowie Anna Bartrow, Matthias Hardt und zwei Studierende nahmen sich diese vier Archäologen sowie angehenden Archäologen vom 19.-24.07.2020 eine Untersuchung im Rundling Granstedt vor. Das heutige Grundstück von Dr. Harre umfasst drei frühere Hofstellen, auf denen bis um 1900 noch drei Hallenhäuser standen, die nach einem Brand abgetragen wurden. Heute sind diese Standorte der Häuser Wiesenland, die alten Grenzen aber noch durch Reste der Grundstücksmauern deutlich zu erkennen.
Ziel der Grabung war es, durch einen quer über die drei Parzellen laufenden Graben etwas über die Historie der Hofstellen zu erfahren. Nach Auswertung der Verkopplungs- bzw. historischen Katasterkarte wurde ein Schnitt gelegt für den Erkundungsgraben. Das Ausheben war schwere Arbeit in dem verdichteten trockenen Boden unterhalb der Grasnarbe. Zunächst war am zweiten Tag außer Scherbenfunden wenig zu entdecken. Aber es gab mitten im Graben einen Knochenfund: hier wurde vor langer Zeit einmal ein Hund begraben, nur wenig unter der Oberfläche. „In Granstedt liegt der Hund begraben – nun wissen wir auch genau, wo“, war der erste scherzhafte Gedanke!
Interessanter war dann aber auf der rechten Hofparzelle ein freigelegtes etwa 2m breites Steinpflaster, klar erkennbar mit großen Schlusssteinen an der Außenseite, klar als Teil eines Hauses zu erkennen. An dieser Stelle wurde am dritten Tag weiter gegraben.
Eine Vielzahl von Scherben und anderen Fundstücken aus verschiedenen Zeitfenstern kann erst später gesichtet und genauer datiert werden. Aber nach dem ersten Blick gab es sowohl Fundstücke aus der Zeit der um 1900 abgebrannten Häuser, als auch mittelältere Keramik.
Neben Interessierten an der Grabung aus dem Wendland schaute sich auch der für Grabungen im Wendland zuständige Referatsleiter Dr. Mario Pahlow vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Regionalreferat Lüneburg die Grabung in Granstedt an.
Ein genauer Grabungsbericht folgt.


Projektbeschreibung

 


 

 

 

 

     

 


 

 

Juli 2020

Projekt Werbeblock „Rundlinge im Wendland“

Da es bisher keine Karte gibt mit den noch gut erhaltenen Rundlingen im Wendland, entstand im Vorstand die Idee, solch eine Karte zu erstellen und die aus der Bestandsaufnahme 2014 erkannten gut erhaltenen Rundlinge hervorzuheben. In Zusammenarbeit mit Jochen Kranik vom GIS-Büro im Landkreis Lüchow-Dannenberg entstand eine Karte, ähnlich zu der in der Broschüre „Rundlinge im Wendland“. Zur besseren Orientierung wurden die historischen Landschaftsbezeichnungen farbig hinterlegt, so dass Besucher des Wendlandes sehen können, welche Rundlinge in ihrer Nähe sehenswert sind. Das geplante Welterbegebiet der Siedlungslandschaft Rundlinge im Niederen Drawehn ist ebenfalls kenntlich gemacht.
Diese Karte soll in hoher Auflage als Abreißblock in den touristischen Informationsstellen, aber auch an anderen Stellen ausliegen. Finanziert wurde das Projekt durch 18 Werbeanzeigen zu einem niedrigen Preis von 25 Euro. Die ehrenamtliche Arbeit des Rundlingsvereins sowie entstandene Fahrtkosten für die Einwerbung der Inserate und Verteilung der Blöcke werden vom Rundlingsverein getragen. Ein Gewinn ist nicht beabsichtigt.
Neben der Absicht, die Vielzahl gut erhaltener Rundlinge im ganzen Kreisgebiet bekannter zu machen, war es Ziel, die Werbefläche nur für Gastbetriebe, Cafés, Hofläden und Kunsthandwerkern in Rundlingen zu nutzen, um diese zu unterstützen.
Im Juli wurden 160 der 200 vom Köhring-Verlag gedruckten Werbeblöcke à 50 Blatt in allen Tourist-Informationen des Landkreises, den Museen und den anderen Inserenten vom Projektleiter Adrian Greenwood persönlich verteilt.
Erste Rückmeldungen zeigten, dass Gäste gezielt aufgrund dieses Werbeblattes z.B. eine Kunsthandwerkerin aufgesucht haben!
Bei Erfolg soll der Werbeblock in den nächsten Jahren wieder aufgelegt werden.

 
   
 

Adrian Greenwood beim Verteilen an den letzten Abnehmer, dem Grenzlandmuseum beim Rundling Göhr.

 


 

 

 

 

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