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Rundlingsverein
Verein zur Förderung des
Wendlandhofes Lübeln
und der Rundlinge e.V.

 

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Wir unterstützen die Bewerbung:
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Berichte:   
 

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2015 Dorfentwicklungsprogramm
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2015 Tag des offenen Denkmals
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2012 bis 2013
Prämierte Gebäude seit 1986
Rundlingstage ab 2009
Chronik 1969 bis 2012

       2020 (Das erste Corona-Jahr)


 

     

Der Rundlingstag im September konnte nicht in der gewohnten Weise stattfinden. Lediglich die öffentliche Jahreshauptversammlung des Vereins wurde am 12. September durchgeführt-

 

 

November 2020
 

Die Broschüre Nr.9 in der Reihe des Rundlingsvereins über die Rundlingsdörfer wurde fertig gestellt. Sie beschreibt die Geschichte und das heutige Leben der drei Dörfer Ganse, Schreyahn und Lensian. Leider war es wegen Corona nicht möglich, den aktiven Dorfgemeinschaften das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit in einer Veranstaltung vorzustellen und zu diskutieren. Deshalb wurden nur den Vorsitzenden der Dorfvereine Beispielexemplare überreicht.

Adrian Greenwood brachte die Broschüren in die Buchhandlungen in Lüchow, Dannenberg und Hitzacker.

Bestellung

 


 

 

November 2020

Projekt „Neugestaltung des Küchengartens“ im Rundlingsmuseum
Der kleine Küchengarten im Rundlingsmuseum wurde vom Rundlingsverein und Rundlingsmuseum in den 70er Jahren nach Überlieferungen von früher typischen Küchengärten in wendländischen Rundlingen als Schaugarten angelegt. Nach nunmehr rund 50 Jahren unter wechselnden Museumsleitungen und ohne gärtnerisches Fachpersonal entspricht er nicht mehr den historischen Vorbildern.

 

Es ist kaum bekannt, dass die Bauerngärten in den Rundlingen anders aussahen als in anderen Dorfformen. Die für traditionelle Bauerngärten typische Dreiteilung in Obst-, Gemüse- und Blumengarten konnte aufgrund der Lage der Hofstellen in den Rundlagen im eher feuchten Saum der Geestinseln nicht angelegt werden. Zwar gab es auf dem Wirtschaftshof hinter den Hallenhäusern vereinzelt stehende Obstbäume, die aber die Wirtschaftsfläche für tägliche bäuerliche Arbeiten nicht beeinträchtigen durften.

 

Gemüse wurde früher in Kohlgärten vor dem Rundling auf besserem Boden angebaut. An sie erinnern heute nur noch Flur- oder Straßennamen, denn sie sind entweder der Ackerfläche zugeschlagen oder wurden für Nachsiedlungen als Bauland genutzt.

 

Nur kleine Küchengärten zur Selbstversorgung mit Kräutern für die Küche, als Hausapotheke und mit leicht zu pflegenden Blumen konnte man früher hinter dem Wohnteil der Hallenhäuser finden. Auch sie sind heute weitgehend verschwunden.

 

Der Rundlingsverein hat es übernommen, den verwilderten Küchengarten nach historisch getreueren Vorbildern neu anzulegen. Er wird kein romantisch üppiger Bauerngarten, wie ihn so mancher gerne hätte. Eher praktisch karg und pflegeleicht wird er sein, denn früher hatte die Bäuerin kaum Zeit, sich um Schönheit und Gestaltung zu kümmern.

 

In der ersten Novemberwoche wurde der Zaun abgerissen und die Pflanzen ausgegraben, die auch im neuen Küchengarten wiedereingesetzt werden sollen: gelbe und braune Taglilien, Mutterkraut, Herzgespann, Weinraute, Astern, Salbei, die alte Rose und die Johannisbeere. Einige Ableger konnten in gute Hände abgegeben werden. Diese Arbeiten teilte sich das ehrenamtliche „Gärtner-Team“ Ilka Burkhardt-Liebig, Carola Fricke und Burghard Kulow.

 

Die schwierigste Arbeit übernahm unser Vereinsmitglied Marco Otte zusammen mit dem Mitarbeiter des Museums Bastian Niebuhr: alle Restpflanzen und der stark durchwurzelte Boden musste in einer gut 20cm tiefen Schicht abgetragen werden. Und das konnte nur mit Hilfe eines Traktors geschehen. Gut, dass es Landwirte mit entsprechendem Gerät im Verein gibt. So lassen sich die Kosten in einem leistbaren Rahmen halten.

 

Der nächste Schritt wird die Anlage des neuen Wegesystems sein. Wie früher im Wendland üblich, sollen es Sandwege sein, die durch Feldsteine begrenzt werden. Die Anlage der Wege ist besonders arbeitsaufwändig und soll vergeben werden. Erst danach kann neuer Mutterboden eingefüllt werden, der sich dann bis zum Frühjahr setzen kann. Die neue Bepflanzung wird im zeitigen Frühjahr erfolgen. Zum Abschluss wird ein neuer Zaun gesetzt, kein Weidenflechtzaun mehr, der aus einem früheren Zeitrahmen stammen würde als das Heimathaus, dem der Küchengarten zugeordnet ist. Daher wird der neue Zaun ein schlichter Schwartenzaun, wie er üblich war im Wendland.
 

 


 

 

 

 

 


 

 

Juli 2020

Neues im Projekt „Wüstungen im Wendland“ – Grabung im Rundling Granstedt
Die CORONA-Pandemie bedeutet auch für das Projekt „Wüstungen im Wendland“ des Rundlingsvereins erst einmal eine Pause, da die Studierenden der Universitäten Leipzig und Halle weder ihre Daten auswerten konnten, noch eine geplante Fortsetzung der Aufnahmen bei der Wüstung Breese (zu Güstritz) in diesem Jahr durchgeführt werden kann.
Trotzdem gibt es Neues zu berichten: mit Jens Schneeweiss und seiner Frau, sowie Anna Bartrow, Matthias Hardt und zwei Studierende nahmen sich diese vier Archäologen sowie angehenden Archäologen vom 19.-24.07.2020 eine Untersuchung im Rundling Granstedt vor. Das heutige Grundstück von Dr. Harre umfasst drei frühere Hofstellen, auf denen bis um 1900 noch drei Hallenhäuser standen, die nach einem Brand abgetragen wurden. Heute sind diese Standorte der Häuser Wiesenland, die alten Grenzen aber noch durch Reste der Grundstücksmauern deutlich zu erkennen.
Ziel der Grabung war es, durch einen quer über die drei Parzellen laufenden Graben etwas über die Historie der Hofstellen zu erfahren. Nach Auswertung der Verkopplungs- bzw. historischen Katasterkarte wurde ein Schnitt gelegt für den Erkundungsgraben. Das Ausheben war schwere Arbeit in dem verdichteten trockenen Boden unterhalb der Grasnarbe. Zunächst war am zweiten Tag außer Scherbenfunden wenig zu entdecken. Aber es gab mitten im Graben einen Knochenfund: hier wurde vor langer Zeit einmal ein Hund begraben, nur wenig unter der Oberfläche. „In Granstedt liegt der Hund begraben – nun wissen wir auch genau, wo“, war der erste scherzhafte Gedanke!
Interessanter war dann aber auf der rechten Hofparzelle ein freigelegtes etwa 2m breites Steinpflaster, klar erkennbar mit großen Schlusssteinen an der Außenseite, klar als Teil eines Hauses zu erkennen. An dieser Stelle wurde am dritten Tag weiter gegraben.
Eine Vielzahl von Scherben und anderen Fundstücken aus verschiedenen Zeitfenstern kann erst später gesichtet und genauer datiert werden. Aber nach dem ersten Blick gab es sowohl Fundstücke aus der Zeit der um 1900 abgebrannten Häuser, als auch mittelältere Keramik.
Neben Interessierten an der Grabung aus dem Wendland schaute sich auch der für Grabungen im Wendland zuständige Referatsleiter Dr. Mario Pahlow vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Regionalreferat Lüneburg die Grabung in Granstedt an.
Ein genauer Grabungsbericht folgt.


Projektbeschreibung

 


 

 

 

 

     

 


 

 

Juli 2020

Projekt Werbeblock „Rundlinge im Wendland“

Da es bisher keine Karte gibt mit den noch gut erhaltenen Rundlingen im Wendland, entstand im Vorstand die Idee, solch eine Karte zu erstellen und die aus der Bestandsaufnahme 2014 erkannten gut erhaltenen Rundlinge hervorzuheben. In Zusammenarbeit mit Jochen Kranik vom GIS-Büro im Landkreis Lüchow-Dannenberg entstand eine Karte, ähnlich zu der in der Broschüre „Rundlinge im Wendland“. Zur besseren Orientierung wurden die historischen Landschaftsbezeichnungen farbig hinterlegt, so dass Besucher des Wendlandes sehen können, welche Rundlinge in ihrer Nähe sehenswert sind. Das geplante Welterbegebiet der Siedlungslandschaft Rundlinge im Niederen Drawehn ist ebenfalls kenntlich gemacht.
Diese Karte soll in hoher Auflage als Abreißblock in den touristischen Informationsstellen, aber auch an anderen Stellen ausliegen. Finanziert wurde das Projekt durch 18 Werbeanzeigen zu einem niedrigen Preis von 25 Euro. Die ehrenamtliche Arbeit des Rundlingsvereins sowie entstandene Fahrtkosten für die Einwerbung der Inserate und Verteilung der Blöcke werden vom Rundlingsverein getragen. Ein Gewinn ist nicht beabsichtigt.
Neben der Absicht, die Vielzahl gut erhaltener Rundlinge im ganzen Kreisgebiet bekannter zu machen, war es Ziel, die Werbefläche nur für Gastbetriebe, Cafés, Hofläden und Kunsthandwerkern in Rundlingen zu nutzen, um diese zu unterstützen.
Im Juli wurden 160 der 200 vom Köhring-Verlag gedruckten Werbeblöcke à 50 Blatt in allen Tourist-Informationen des Landkreises, den Museen und den anderen Inserenten vom Projektleiter Adrian Greenwood persönlich verteilt.
Erste Rückmeldungen zeigten, dass Gäste gezielt aufgrund dieses Werbeblattes z.B. eine Kunsthandwerkerin aufgesucht haben!
Bei Erfolg soll der Werbeblock in den nächsten Jahren wieder aufgelegt werden.

 
   
 

Adrian Greenwood beim Verteilen an den letzten Abnehmer, dem Grenzlandmuseum beim Rundling Göhr.

 


 

 

 

 

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