Rundlingsverein
Verein zur Förderung des
Wendlandhofes Lübeln
und der Rundlinge e.V.

 

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Zwei Tage Rundlinge im Mittelpunkt

                            12. und 13. September 2015

 

 

 

Rundlingstag am 12. September 2015

LOCAL AWARD CEREMONY 
für den Rundlingsverein in Lübeln

 

Europa Nostra hat es sich zur Regel gemacht, die in einer großen europäischen Veranstaltung (siehe Oslo) vergebenen Preise jeweils vor Ort in einer nationalen Feier noch einmal zu überreichen. Dieser Festakt fand für den Rundlingsverein in Lübeln im Freilichtmuseum Wendlandhof statt.

Planen und vorbereiten musste der Verein selbst und erhielt dabei große Unterstützung vom Landesamt für Denkmalpflege, vom Landkreis, von der Samtgemeinde Lüchow, von der Gemeinde Jameln und zahlreichen Helfern.  Verbunden wurde die Veranstaltung mit dem jährlichen Rundlingstag, an dem zunächst auch die Jahreshauptversammlung des Vereins stattfinden muss.

Mit der umfangreichen Vorbereitung gelang es, diese Veranstaltung im normal geöffneten Freilichtmuseum durchzuführen und damit erneut die Leistungsfähigkeit der Belegschaft des Wendlandhofs zu erweisen.

 


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Frau Raeder und Frau Rutzen begrüßen die Gäste am Eingangstor. Hier wurde den 120 geladenen Gäste das Programm mit einem Lageplan der Veranstaltungsorte im großen Geländes des Freilichtmuseums überreicht.

 

Für die Vereinsmitglieder, die schon zur Jahreshauptversammlung anwesend waren, und für die ankommenden Gäste gab es am "Kinderaktionshaus" Getränke und die traditionellen Schmalz- und Leberwurstbrote, bereitet von Karin Meier-Kirstein und Michael Kablitz. Hier hatte auch der Rundlingsverein seinen Büchertisch aufgestellt.
 
     

 

Um 11.00 Uhr begann die Festveranstaltung im vollbesetzten historischen Dreiständerhaus, dem "Heimathaus" des Museums
mit Grußworten und Vorträgen.

 

Jürgen Schulz, Landrat des Landkreises Lüchow-Dannenberg
 
Prof. Dr. Stefan Winghart,
Präsident des Niedersächs. Landesamtes für Denkmalpflege
Dagmar von Reitzenstein, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur Peter Thran, Ecovast (European Council for the Village and Small Town)

 

 

Ilka Burkhardt-Liebig, 1. Vorsitzende des Rundlingsvereins, stellte die Geschichte und die Leistungen des Rundlingsvereins in 46 Jahren ehrenamtlicher Arbeit dar. Die Ziele des Vereins bleiben aktuell:
"Das Rundlingsgefühl zu stärken und zu bewahren, eine liebenswerte historische Siedlungslandschaft zu schützen, die es bis heute geschafft hat, Menschen zu bewegen, sich zu engagieren und die Dorfgeschicke in die eigenen Hände zu nehmen für ein Leben miteinander trotz unterschiedlichster Herkunft und verschiedener Lebensauffassungen."
Der Rundlingsverein setzt sich ein "für die Anerkennung dieser Siedlungsform als besonders erhaltenswert ausgewiesenes Siedlungsgebiet und langfristig auf Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe."

                            Der Vortrag steht als PDF bereit.

     
 

Herr Thran, Frau von Reitzenstein, die Fürstin und der Fürst zu Sayn-Wittgenstein, Herr Schulz, Herr Jaspaert, Frau Burkhardt-Liebig

     

 

 

Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein, Vizepräsident von Europa Nostra, trug die Laudatio vor, in der er die Vielfalt des europäischen Kulturerbes als historisch durch zahlreiche Einflüsse gewachsen wertschätzte und aktuell für weitere Einflüsse offen darstellte. Die Flüchtlingswelle wird uns "... neue Mitbürger schenken, die den vielfältigen Schatz unseres kulturellen Erbes noch weiter bereichern ..." (An dieser Stelle kam es fast zu einem Sonderapplaus.) Im Übrigen bezog sich die Laudatio auf die Rundlingslandschaft und die Leistungen des Rundlingsvereins aus europäischer Perspektive. "Dieser Einsatz war und ist ganz offensichtlich nicht nur zielorientiert und wirkungsvoll, er gilt für unsere Jury auch als beispielgebend für ähnliche Bemühungen der Zivilgesellschaft, in anderen Teilen unseres Kontinents ihr regionales und unser europäisches Kulturerbe zu bewahren. Wir sprechen hier von „the power of example“, der Ausstrahlungskraft eines guten Beispiels auf die Bemühungen anderer."

Der vollständige Vortrag als PDF.

 

Der Europa Nostra Award wurde symbolisch wie eine Stafette durch die Kette der ehemaligen Vorsitzenden weitergereicht, denn die Ehrung bezieht sich auf die Jahrzehnte lange Arbeit des Vereins unter einer Abfolge von Vorsitzenden. Vertreten wurden sie durch durch einige noch lebende ehemalige Vorsitzende. Sie stehen für ungezählte aktive Mitglieder der jeweiligen Zeit.

 

Anschließend enthüllte der Fürst die Bronzeskulptur, für die zwischenzeitlich durch die Mitarbeiter des Museums eine würdige Stehle hergerichtet worden war.

 
     

     

 

 
     
Frühere und derzeitige Vorstandsmitglieder mit dem Fürsten:

Marie-Luise Claasen, Klaus Poggendorf, Raimund Grote, Norbert Distler, Wolfgang Jürries, Klaus Krüger, Adrian Greenwood, Karin Meier-Kirstein, Ilka Burkhardt-Liebig, Heinz-Herman Breuer, (der Fürst), Jürgen Weinhold, Burghard Kulow.

 

 
     
 

Für den Sektempfang und das weitere Catering in der Mittagspause sorgte das Kartoffelhotel Lübeln. Im historischen Zweiständerhaus, dem "Parum Schultze Haus", wurde das Mittagessen ausgegeben. Das Festzelt hatte die Gemeinde Jameln großzügig zur Verfügung gestellt.

 

Zeit für Gespräche:

 

 

Prof. Dr. Stefan Winghart (Landesamt für Denkmalpflege) und Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein (Europa Nostra)

 

Piet Jaspaert (Europa Nostra) und Prof. Michael Schmidt (Institute for Heritage Management, Cotbus)

     

 

Mit Musik und Tanz unterhielten “De Wendländer” mit ihren farbenfrohen wendländischen Trachten

 

Nachmittag

 


Ilka Burkhardt-Liebig, Mariann von Redecker, Kerstin Duncker

  Zum Rundlingstag gehört die Vergabe der Auszeichnung für vorbildliche Sanierung eines denkmalgeschützten Hause, die der Rundlingsverein seit 20 Jahren jeweils einmal im Jahr vergibt.  Frau von Redecker erhielt die Plakette für ihr Haus in Zargleben besonders für die bemerkenswerte Restaurierung der alten Schablonenmalerei. Die Laudatio hielt Frau Duncker vom Amt für Denkmalpflege im Landkreis. Mehr darüber unter Vorbildliche. Sanierung. Die zugehörige Fotoausstellung konnte in der "Durchfahrtscheune", dem Haus der Rundlinge, betrachtet werden.  

 

 

  Festvortrag

 

In seinem wissenschaftlichen Fachvortrag gelang es Prof. Dr. Wolfgang Meibeyer die ferne Vergangenheit der Rundlingslandschaft mit einprägsamen Worten kurzweilig darzustellen. Die Genese der Siedlungsform und ihr heutiges Erscheinungsbild mit den historischen Hallenhäusern führten die Zuhörer überzeugend zu seinem Credo, das er schon im Titel seines Vortrags ausdrückte:
 

 
 

"Wendland-Rundlinge und Hallenhäuser - Eine einmalige kulturhistorische Synthese in Mitteleuropa"

Schon lange wirkt Herr Meibeyer für den Rundlingsverein als wissenschaftlicher Begleiter und arbeitet intensiv an der Schriftenreihe des Vereins mit, in der nun sein Vortrag als Nr.2 erschienen ist. Siehe Publikationen.

 
 
     
  Auf dem Gelände begegnete man Schülerinnen, die sich in wendländischen Trachten unter die Gäste gemischt hatten. Andere Schüler des Gymnasiums Lüchow hatten ihre Werke aus dem Seminarfach über Rundlinge im Rundlingshaus ausgestellt.
 
 

 

     


Im Nachmittagsprogramm trat eine weitere wendländische Trachtengruppe auf: Die Öwerpetters, ebenfalls mit eigener Musikgruppe.

 

     
 
Adrian Greenwood und Ilka Burkhardt-Liebig im Gespräch mit Undine Stiwich, Leiterin der Trachtentanzgruppe Öwerpetters.   Samtgemeindebürgermeister Hubert Schwedland, Jürgen Weinhold und Kerstin Duncker
     


 

 

Es gab Gelegenheit, das gesamte Museum zu besuchen und mit den Handwerkern zu sprechen.

In der Töpferei arbeitete Susanne Josy, in der Schmiede Frank Horch, in der Stellmacherei Herbert Eberts und im Backhaus bot Heio Görtzen frisch gebackene Holzofenbrote an.

 

Zum Ausklang wurde auch der Dorfplatz einbezogen und es gab Kaffee und Kuchen beim Hotel Avoeßel.

 

 

Danksagung des Vorstands

an die zahlreichen Helfer, die zum Gelingen der beiden Tage in erheblichen Maße beigetragen haben. Dazu gehören auch die Mitarbeiter aus der Samtgemeinde und aus dem Kreishaus insbesondere für die Kommunikation und Koordination mit dem Landesamt und mit Europa Nostra. Zahllose Mails, Telefonate und Briefe gingen zwischen den Beteiligten hin und her.

Die gelungene Zusammenarbeit von Samtgemeinde, Landkreis, Landesamt, Ministerium, Europa Nostra, Museum Wendlandhof, Gymnasium Lüchow, Kartoffelhotel, Hotel Avoeßel, Stipendiatenstätte, IG Bauernhaus, Dorfgemeinschaft Schreyahn und dem Rundlingsverein hat eine bemerkenswerte Qualität erreicht.

(Die Aufzählung gilt für zwei Tage.)

 

Fortsetzung am zweiten Tag:

Tag des offenen Denkmals

 

 

Fotos auf dieser Seite: Gerhard Walter, Claudia Lange, Burghard Kulow